Dein Wohnzimmer und dein Team (#2)

Mit der modernen Technologie ist die Tonqualität kein Hindernis für eine gute Produktion in der Pop-Musik. Du kannst deine Aufnahmen dort machen, wo du kreativ bist und wo du dich wohl fühlst. Trotzdem ist es entscheidend, dass du mit einem ausgezeichneten und erfahrenen Musikproduzenten arbeitest um deine Musik fertig zu stellen.

Die Kosten für eine Musikproduktion sind heute sehr klein im Vergleich zu dem was früher notwendig war. Um einen professionellen Sound zu machen, braucht es aber nach wie vor viel Erfahrung und Know-how. Deshalb lohnt sich die Investition in die Bearbeitung. Wichtig ist nicht in welchem Tonstudio du deine Songs fertig machst, sondern, dass du mit den richtigen Leuten arbeitest, die dich motivieren, kompetent sind und deiner Kreativität Aufwind geben.

Dieser Artikel unterstützt dich in den folgenden Themen:

  • Das Umfeld eines Künstlers in der Musikindustrie
  • Wie wichtig es ist, dein eigenes Team zu bilden
  • Bearbeitung von Gesang mit Software
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BACK TO THE 90’s

Falls du Ideen für neue Songs hast und es kribbelt in dir, sodass du einfach dein Ding durchziehen musst und der Welt deine Musik zeigen möchtest, dann solltest du nicht warten, unbedingt weiterlesen und gleich deine Ziele umsetzen! Täglich machen viele talentierte junge Menschen ihre eigene Musik – und viele machen es ausgezeichnet!

Ein Singer/Songwriter am Anfang der 90er Jahre hatte keine Chance eine professionelle Aufnahme in seinem Wohnzimmer zu machen oder selber professionell zu produzieren. Man musste im Schnitt 1500.- CHF bezahlen pro Studiotag (ohne Tontechniker). Ein Song zu produzieren kostete also mindestens 2500.- CHF oder mehr inklusive Mix und Mastering. Das entspricht mit der Inflation seit Anfang der 90er Jahre einem Produktionswert von etwa 3300.- CHF pro Titel heute. Für Kreativität blieb nicht mehr viel Zeit. Der erste Studiotag war vor allem für das Aufstellen der Instrumente nötig und die ersten Aufnahmen konnte man – falls alles rund über die Bühne ging – erst nach einigen Stunden machen.

Die Produktionskosten sind heute viel tiefer dank der Technologie und weil du im Wohnzimmer deine eigenen Aufnahmen machen kannst. Hinzu kommen aber Kosten für ein Musikvideo und Werbeaufwand. Früher konntest du einfach einen Song auf Kassette oder CD aufnehmen, einem Label senden. Heute musst du diese Aufgaben selber bewältigen – von der fertigen Produktion bis hin zur Veröffentlichung und der Kommunikation mit deinen Fans oder den Medien.

Ein weiterer Faktor für die tieferen Produktionskosten heute, sind die Softwares. Sie ermöglichen die Bearbeitung deines Gesangs. Es gab zwar früher die Möglichkeit den Klang zu editieren aber nur beschränkt. Falsche Töne oder ein holpriger Flow konnte nicht korrigiert werden. Die erste Ausgabe der berühmten Software »ProTools« erschien am 5. Juni 1991. Damit kannst du heute (mit Ausnahme der Stimme) alles korrigieren, was nicht richtig klingt. Man musste deshalb früher sehr gut vorbereitet sein bevor man ins Tonstudio ging und alles live einspielen. Man konnte zwar »punchen« – das ist, wenn man die bereits vorhandene Tonaufnahme laufen lässt und nur an der Stelle wieder aufzeichnet, wo ein Fehler gemacht wurde – aber nicht so einfach wie heute.

Sängerinnen und Sänger mussten deshalb den sogenannten »Perfect Take« hinkriegen – das ist eine Aufnahme, die von Anfang bis Schluss gemacht wurde bei der nichts bearbeitet werden muss. Damals gab es kein Auto-Tune, kein Melodyne oder Nectar. Man kann mit dieser Software aus beliebigen Gesangsaufnahmen interessante Sachen machen und künstlerisch herumexperimentieren. Du kannst heute ohne Probleme mit Garage Band, Ableton Live, Studio One, Fruity Loops oder ProTools deinen eigenen Sound im Wohnzimmer aufnehmen. Alles was du heute brauchst ist Kreativität, ein gutes Mikrofon und einen Computer.

Wie rohe Diamanten, sind gute Songs mit tollen Klängen potentielle Hits, aber es braucht Feinschliff und Erfahrung, damit diese rohen Diamanten eine Chance haben, im Radio gespielt zu werden oder auf die begehrtesten Spotify-Listen gelangen. Falls sie es nicht schaffen, ist der Grund dafür nicht, dass die Technologie im Wohnzimmer, die Instrumente, die Ideen zu wenig gut sind – nein – oft ist einfach die Erfahrung für die Details, die Bearbeitung, der Mix und das Mastering, die dem Titel seinen Erfolg nicht gönnen. Es ist auch nicht entscheidend ob es der Grammy Mastering Engineer von Ed Sheeran gemastert hat oder ob du im besten, teuersten Tonstudio warst. Nein – denn letztendlich geht es um die Emotionen, die dein Herz und die Herzen deiner Fans berühren. Du musst also vor allem das richtige Team zusammenstellen, das deine Karriere zum Erfolg verhilft. Dazu gehört auf jeden Fall ein guter Musikproduzent, eine weitere Vertrauensperson, die dich in guten und schlechten Zeiten unterstützt und vielleicht noch ein zusätzlicher »Sales Pitcher« – das ist eine Person, die für dich deine Musik an die vorderste Front bringt: bei den Medien, bei deinen Fans, bei den Blogs und Zeitschriften – einfach überall. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe und sie benötigt viel Verständnis für die Musikindustrie, Investitionspotenzial, Redekunst und ausgezeichnete soziale Kontakte in der Musikbranche.

Genauso wichtig ist dein Musikproduzent. Er hat das Wissen aber auch die Fähigkeit, eine vielversprechende Musikproduktion aus deinen Wohnzimmeraufnahmen zu machen. Er kann dir helfen das richtige Studio zu finden und dir beim Einhalten eines Budgets helfen. Das sind wichtige Aufgaben eines guten Musikproduzenten.

Obwohl sich die Technologie und die Arbeitsweise in den vergangenen Jahren stark verändert hat, ist die Konstellation deines Teams immer noch genauso wichtig. Es ist auch heute ebenso entscheidend, dass du mit einem guten Musikproduzenten zusammen arbeitest, dass du eine Vertrauensperson hast und jemand, der deine Musik unter die Leute bringt – genauso wie früher in den 90er Jahren.

mach  deine Musik

Vom Songwriting und Arrangement bis zur fertigen Musikproduktion, die deiner Vorstellung entspricht. Der sympathische Musikproduzent Sebastian Portillo arbeitet mit dir in seinem eigenen Tonstudio, via Internet, oder im Tonstudio deiner Wahl. Seine Professionalität, Musikalität und Kreativität, wird dich inspirieren und sich auf einzigartige Weise positiv auf dein Musikprojekt auswirken.

Los geht's
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Von der Idee zur Veröffentlichung (#1)

Die Berner Sängerin, die unter ihrem Künstlernamen BabsGinger mittlerweile bekannt ist, macht seit vielen Jahren leidenschaftlich Musik. Doch erst vor zirka drei Jahren hat sie zusammen mit Sebastian Portillo im Gespräch ihre ersten Schritte in Richtung professionelle Musikproduktion geplant. Zurzeit laufen drei ihrer veröffentlichten Titel, die sie mit ihm aufgenommen hat, regelmässig auf Radio Swiss Pop.

Sie hat mit Piano und Gesang ihre Musik Sebastian gezeigt und er arrangierte danach die Instrumente und koordinierte den ganzen Prozess im Tonstudio bis zur fertigen Produktion.

Im ersten Beitrag unseres Blogs, spricht sie über sich und ihre Erfahrungen.

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Interview

BabsGinger steht für ehrliche und gefühlvolle Lyrics mit einer warmen Stimme in Begleitung einer eingängigen Melodie auf dem Klavier – das zeichnet den Stil von Singer/Songwriter BabsGinger aus. Ihren Künstlernamen „BabsGinger“ erhielt Barbara Gnägi von einem ihrer musikalischen Vorbilder. Die Liebe zur Musik, zum Gesang und zum Klavier entdeckte die Bernerin bereits in jungen Jahren. Seit rund 20 Jahren schreibt sie ihre eigenen Songs.

Wie entstehen die Titel deiner Songs und wovon lässt du dich inspirieren?

Die Titel sind meist Zeilen aus dem Chorus oder auch mal eine Wortfolge, die nur einmal vorkommt, aber das Thema im Song widerspiegelt. Die Inspiration kommt unterschiedlich zu Stande. Das kann die Wetterlage sein, ein Thema, welches mich länger beschäftigt oder auch eine aktuelle Gefühlslage.

Gibt es bestimmte Textzeilen in deinen Songs, die du besonders magst und warum?

Mir gefällt beispielsweise die Aussage von „Learn To Walk“: When you said hello, How could I know, That you’d leave me your shadow. Und zwar weil man automatisch im inneren Auge jemanden sieht, der sich Richtung Sonne entfernt. Es ist etwas raffinierter als „You left“. Das ist das spannende am Songwriting – man darf mit wenigen Worten Bilder hervorrufen und eine Geschichte erzählen. Eine weitere Textpassage, die mir gefällt: „One day, You’ll find out, I was the best thing, You ever found“. Es ist der Chorus von „When You Ended It All“ und obwohl der Song über ein Beziehungsende handelt, steht der Erzählende nicht wie ein Häufchen Elend da, sondern behält seinen/ihren Stolz. Im Zusammenhang mit diesem Song finde ich diese Textzeilen eine starke Message.

Gibt es ein musikalisches Ereignis, das dich besonders geprägt hat?

Ein Moment, den ich sicher nicht vergessen werde, war, als ich mit einem meiner Lieblingskünstlern ein Lied singen durfte. Das war vor ca. 8000 Leuten und hat mich echt umgehauen. Oder als ich an einer Hochzeit in einer Kirche singen konnte. Das hat schon etwas sehr magisches. Nicht nur wegen dem Ereignis an sich, aber der Hall in einer schönen Kirche hat etwas, dass bei mir Hühnerhaut auslöst – und das liegt nicht an den kühlen Mauern! *lacht*

Wo kann ich deine Musik im Moment kaufen und was soll ich machen um dich zu unterstützen?

Meine Musik ist auf den bekanntesten Online Plattformen zum Download oder Streaming verfügbar. Unterstützen kann man mich und meine Musik, wenn man seinen Freunden von der Musik erzählt und vielleicht mal seinem Lieblingsradio eine Email schreibt. Und falls jemand Veranstalter kennt, welche neue Bands unterstützen, dann freue ich mich darüber, vorgeschlagen zu werden. Für eine musikalische Begleitung bei einen Event stehe ich auch zur Verfügung. Eine kurze Email kann schon viel bewirken.

Gibt es etwas das du besonders schwierig findest, beim kreieren eines neuen Titels und falls, ja, wie gehst du damit um – und überwindest die Schwierigkeiten?

Für mich ist es eher schwierig, die Zeit zu finden, um neue Titel zu schreiben. Als Solokünstlerin oder Singer/Songwriter muss ich mich auch um viele andere Dinge kümmern, welche eigentlich nichts mit der Musik zu tun haben. (PR, Vertrieb, Webseite, Social Media, Konzertorganisation usw.). Daher setze ich mir bewusst Termine, um neue Songs zu kreieren. Da aber Kreativität nicht planbar ist, kann es auch sein, dass in dieser Zeit dann nichts neues entsteht. Dann nehme ich ein anderes Mal einen neuen Anlauf und kümmere mich um etwas, welches höhere Priorität hat. Die Muse kann man nicht dazu zwingen, zu erscheinen.

Planst du Live-Konzerte? Wenn ja, wo trittst du auf und wie kaufe ich die Tickets?

Live Auftritte sind in Vorbereitung und wir üben als 5-köpfige Band schon fleissig. Die Daten sind auf meiner Webseite (babsginger.com) zu finden und zum Ticketkauf gibt es die entsprechenden Verlinkungen. Für mich ist es das erste Mal, dass ich Konzerte organisiere und ich merke erst jetzt, wie viel es zu tun gibt. Falls also jemand Erfahrung hat und mich unterstützen will, dann gibt es bald mehr Termine für Live Auftritte. *lacht*

Du hast für die kürzlich veröffentlichte Musik mit dem Schweizer Musikproduzenten Sebastian Portillo gearbeitet. Weshalb hast du dich für eine Zusammenarbeit mit ihm entschieden und was ist für dich am Wichtigsten bei einer Zusammenarbeit, wenn es um deine Musik geht?

Wir kommen aus derselben Region. Über eine Zusammenarbeit musste ich nicht lange nachdenken, ich schreibe sozusagen „Song Skelette“, habe aber in Punkto Arrangement und Produktion keine Kenntnisse. Sebastian hat hier Kompetenzen und Stärken, die ich selbst nur mit grossem Aufwand entwickeln könnte. Und dann heisst es noch lange nicht, dass ich es dann auch gut könnte. Sebastian half mir, die Message des Songs und die Emotion, die ich beschreibe, so umzusetzen, dass sie spannender klingen als nur mit Stimme und Klavier. Wir haben oft über den Sound von BabsGinger geredet und er hat verstanden, in welche Richtung ich will, auch wenn mir dazu manchmal die Worte fehlten.

Woran arbeitest du im Moment musikalisch? Was ist als Nächstes geplant?

Da meine Songs auch Live bald ihre Wirkung entfalten dürfen und sollen, arbeite ich mit meiner Band an der Live-Show mit etwas anderen Arrangements als im Radio oder auf Spotify, um es den Umständen auf der Bühne mit dem Publikum anzupassen. Zudem habe ich mir vorgenommen, neue Songs zu schreiben, denn das Leben verändert sich stetig und somit entstehen neue, andere Dinge und Gefühle, die man beim Songwriting verarbeiten kann. 

Wie fühlst du dich, wenn ich dir sage: „Du hast während diesem Interview gerade einen neuen Fan gewonnen, der sich für dich und deine Musik interessiert?“

Das macht mich sehr glücklich, denn meine Fans bestehen aus Familie, Freunden und Bekannten. Das heisst, ich habe jetzt neue Freunde?! Kann ich sie bitte kennenlernen? *lacht* Kann ja sein, dass mich eine Begegnung zu einem neuen Song inspiriert – denn Inspiration kann von überall her kommen. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sie zuzulassen und umzusetzen.

mach  deine Musik

Vom Songwriting und Arrangement bis zur fertigen Musikproduktion, die deiner Vorstellung entspricht. Der sympathische Musikproduzent Sebastian Portillo arbeitet mit dir in seinem eigenen Tonstudio, via Internet, oder im Tonstudio deiner Wahl. Seine Professionalität, Musikalität und Kreativität, wird dich inspirieren und sich auf einzigartige Weise positiv auf dein Musikprojekt auswirken.

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